Fire Eaters BBQ



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Laubblätter und noch mehr Chilis

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Knapp 2 Wochen sind seit dem Pikieren der ersten Aussaat vergangen und es hat sich einiges bei unseren Chilis und Paprika getan. Alle Pflanzen haben bereits Laubblätter und entwickeln sich prächtig. Da bei der ersten Aussaat einige Sorten nicht oder nur sehr schlecht gekeimt waren, haben wir diese Sorten noch einmal nachgesät und siehe da: auch die fehlenden Sorten sind ordentlich gekeimt.

Laubblätter an Chilis und Paprika

Noch vor 2 Wochen waren unsere Chilis kleine, schwache Keimlinge. Inzwischen sind sie zu kleinen, kräftigen Pflanzen herangewachsen, die allesamt ihre ersten Laubblätter gebildet haben und nun schon das zweite Blattpaar im Ansatz erkennen lassen.

Eine Chilipflanze nach dem Pikieren zeigt die ersten Laubblätter

Eine Capsicum anuum mit den ersten Laubblättern

Wieso Kunstlicht?

Natürlich ist eine Anzucht von Chilis auch ohne Kunstlicht möglich. Warum sollte man also den Aufwand betreiben? Ganz einfach: das Tageslicht reicht zur Zeit noch nicht aus, um die Pflanzen optimal zu versorgen. Die Folge sind hochgeschossene Pflanzen, denen die Kraft fehlt. Das schlägt sich natürlich auf die Stabilität der Pflanzen nieder, aber auch der Ernteertrag leidet unter "gespargelten" Pflanzen. Das Ziel sind kräftige gedrungene Pflanzen, die sich stark verzweigen. Die Blattpaare sitzen dabei dicht beieinander. So werden die Pflanzen unempfindlicher gegen äußere Einflüsse und tragen später auch mehr Früchte, die sich ja nicht am Hauptstamm entwickeln. Je mehr Verzweigungen die Pflanze hat, umso mehr Möglichkeiten hat sich auch, Früchte zu bilden.

Um kräftige Pflanzen zu erhalten ist also ein wenig Hilfe nötig. Zwischen 12 und 14 Stunden Beleuchtung benötigen die kleinen Pflänzchen für ein optimales Wachstum.

Chili- und Paprikapflanzen unter künstlicher Beleuchtung

Unsere Pflänzchen unter Kunstlicht

Wir haben uns für eine Beleuchtung mit Leuchtstoffröhren entschieden. Rundum befinden sich weiße Reflektoren, sodass die Pflanzen optimal mit Licht versorgt werden. Leuchtstoffröhren, auch LSR genannt, haben bei der Pflanzenbeleuchtung mehrere Vorteile:

  • Leuchtstoffröhren sind in den 3 brauchbaren Lichtfarben (840, 865 und 880) verfügbar
  • Leuchtstoffröhren benötig relativ wenig Strom. Wir verwenden für über 140 Pflanzen 4 Röhren mit je 36 Watt.
  • Im Gegensatz zu den meisten anderen Leuchtmitteln geben Leuchtstoffröhren sehr wenig Wärme ab.

Manch einer wird sich nun fragen, was es mit diesen Lichtfarben auf sich hat. Chilis benötigen für ein optimales Wachstum ein bestimmtes Lichtspektrum. Daher reicht es nicht aus, einfach eine normale Lampe über die Pflanzen zu stellen. Auch die im Baumarkt erhältlichen Pflanzenlampen sind für Chilis nicht geeignet. Sie mögen für Zierpflanzen funktionieren, aber für Chilis und Paprika weisen sie das falsche Spektrum auf.

Wieso dann nicht die Profilampen, die öfter angepriesen werden? Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten: Natriumdampflampen sind in der Anschaffung teuer, verbrauchen viel Energie und sie werden sehr warm. Gerade die Wärmeentwicklung ist bei der Chilianzucht ein Problem. Zwar benötigen Chilis sehr viel Wärme, aber die Lampen müssen für eine optimale Lichtausbeute sehr nah an die Pflanzen gebracht werden. Ideal sind 10 bis 20 cm oberhalb der Pflanzen. Durch die Wärme der Natriumdampflampen kann es aber zu regelrechten Verbrennungen an den Blättern kommen. Aus diesem Grund haben wir uns für Leuchtstoffröhren (4 x 840er Osram Daywhite) entschieden und erzielen damit seit Jahren sehr gute Ergebnisse. Wenn man nur wenige Pflanzen anzieht, reichen aber auch Energiesparlampen mit dem entsprechenden Lichtspektrum. Diese sind in der Anschaffung zwar teurer, erfüllen aber ebenso ihren Zweck.

Eine zweite Aussaat

Da einige Sorten bei der ersten Aussaat nicht gekeimt waren, haben wir vor rund einer Woche die fehlenden Sorten noch einmal ausgesät. Diese sind auch, bis auf eine Ausnahme, sehr gut gekeimt. Wie zum Hohn sind praktisch zeitgleich die Samen der ersten Aussaat ebenfalls gekeimt. Lediglich bei den Edes Füszerpaprika haben wir in diesem Jahr wohl kein Glück. Wir gehen stark davon aus, dass diese Samen zu heiß getrocknet wurden. Das passiert, wenn man eine Sorte nicht bei seinem Stammlieferanten bestellt. Beim Saatgut von Semillas gab es derartige Ausfälle noch nie.

Die Keimlinge der zweiten Aussaat werden wir in den nächsten Tagen ebenfalls pikieren. Bisher haben wir bei unseren pikierten Pflanzen noch keine Ausfälle zu beklagen, sodass wir guter Hoffnung sind, ausreichend Chilis und Paprika für die Saison zu bekommen. Noch ist ja ein wenig Zeit, denn unsere Gewächshäuser sind zur Zeit komplett eingefroren.

Eis und Schnee auf einem Gewächshaus

Der Winter hat unsere Gewächshäuser fest im Griff

Wir werden natürlich weiter berichten, wie es mit unseren Chilis und Paprika weitergeht.

Gut Glut!

Autor: Oliver

Mein Name ist Oliver. Ich bin leidenschaftlicher Barbecuer und Chilizüchter. Neben dem Content kümmere ich mich hier bei Fire Eaters BBQ auch um die gesamte Technik hinter der Seite und um das Design.

3 Kommentare

  1. Sieht ja Klasse aus bei euch, Glückwunsch dazu. Meine kommen jetzt auch so richtig in Schwung mit dem Keimen, nur leider gibts wegen bekannter Gründe keinen Artikel mit Bildern dazu im moment

  2. Ich drück die Daumen, dass deine Serverprobleme bald behoben sind. Auf die Bilder bin ich nämlich schon mächtig gespannt!

  3. Werden dann wahrscheinlich 2-3 Artikel in kürzester Zeit sein, oder 1 Artikel mit größerer Gallerie, aber erstmal sehen wann die Serverprobleme behoben sind und was sich bis dahin getan hat.

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