Chilis, wohin man sieht
Unter unserer Lichtanlage ist es nun so voll geworden, dass nicht einmal alle Pflanzen Platz gefunden haben. Neun Paprikapflanzen mussten wohl oder übel oben auf die Anlage gestellt werden. Dort bekommen sie zwar Licht vom Südfenster, aber man erkennt bereits deutlich einen Unterschied zu den Pflanzen unter dem Licht.
Die Chilis unter der Lichtanlage
Kräftige Chilis dank Licht und Algoflash
Unsere Chilis haben in der vorigen Woche bereits ihre erste Düngergabe bekommen. Wir verwenden dabei Algoflash Universal, womit wir in den vergangenen Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht haben.
Kräftige Pflanzen dank Algoflash
Wichtig ist dabei, dass am Anfang sehr vorsichtig gedüngt wird. Die Pflanzen sind noch sehr empfindlich und sollen auch nicht in die Höhe schießen. Es hat sich bei uns bewährt, mit ca. der Hälfte der empfohlenen Dosierung zu beginnen und nicht öfter, als einmal pro Woche den Dünger zum Gießwasser zu geben. Übertreibt man mit den Düngergaben sind mastige Pflanzen die Folge, die zwar schön grün aussehen, aber leider vollkommen kraftlos sind.
Die zweite Aussaat ist pikiert
Nachdem endlich auch die zweite Aussaat pikiert ist, bilden sich an den kleinen Pflänzchen nun langsam die ersten Laubblätter. Dank der zweiten Aussaat haben wir mehr als genug Pflanzen, um unseren Bedarf zu decken. Da wir nach dem Pikieren erneut keine Ausfälle zu verzeichnen hatten, haben wir inzwischen auch die überzähligen Pflänzchen schweren Herzens auf dem Kompost entsorgt.
Die ersten Laubblätter an einer Alma Paprika
Auch unsere Sorgenkinder, die Alma Paprika aus Ungarn, sind gekeimt und beginnen mit der Entwicklung der ersten Laubblätter. So fehlt uns neben der Edes Füszer nur eine Sorte, die wir eingeplant hatten: die Capsicum lanceolatum, eine Wildchili. Diese Sorte ist zwar gekeimt, hat sich dann aber nicht weiterentwickelt. Alle Keimlinge waren sehr dünn und allesamt Hutträger, sie sind also ihre Samenhüllen nicht losgeworden. Aktuell hat Christian von Sweetchilisbalkon noch einige C. lanceolatum, die sich aber leider ähnlich zu entwickeln scheinen. Wir drücken ihm natürlich die Daumen, dass er mehr Glück hat und einige dieser wirklich schön blühenden Chilis großziehen kann.
Physalis unter Licht
Auch Physalis brauchen, ähnlich wie Chilis, viel Licht beim Wachstum. Daher haben wir unsere Physalispflänzchen nach dem Pikieren ebenfalls unter die Lichtanlage verfrachtet. Inzwischen bilden auch diese Pflänzchen die ersten Laubblätter, sodass wir in diesem Jahr wohl wieder eine leckere Chili-Physalis-Marmelade kochen können, sofern das Wetter einigermaßen mitspielt.
Erste Laubblätter bei den Physalis
Wie geht es weiter?
Eigentlich wollten wir in dieser Woche beginnen, die Gewächshäuser für unsere Chilis und Paprika vorzubereiten. Allerdings will das Wetter noch nicht so ganz mitspielen. Als wir heute in den Garten fuhren, um nach dem Räucherofen zu sehen, gerieten wir mitten in einen Schneesturm.
Schneesturm im Garten
Zum Glück ist das weiße Zeug nicht liegengeblieben. Wir haben also die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir demnächst mit einigen kleineren Umbauten und Reparaturen beginnen und auch den Boden für die Chilis vorbereiten können. In der Zwischenzeit beschäftigen wir uns weiter mit dem Räuchern und ziehen weitere Pflanzen vor. In den nächsten Tagen wollen wir die Tamarillos aussäen und ein Versuch, Zitronengras zu vermehren, sieht auch recht erfolgversprechend aus. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden.
Gut Glut!










Mensch das sind ja Fortschritte bei euch, das sieht ja richtig klasse aus! Da wird man direkt neidisch.
Es ist nur immer wieder schade, wenn man frisch angezogene Pflanzen verliert bzw auf den Kompost geben muß. Aus genau diesem Grunde bin ich ja auch noch auf der Suche nach Abnehmern für meine Überschüssigen Chilis, damit ich nicht soviel entsorgen muß.
Schade das eure C.Lanceolatum nichts geworden sind, meine habe ich jetzt auch aufgegeben, die beiden Keimlinge haben sich nicht einen Millimeter weiter bewegt, stattdessen ist noch ein dritter dazu gekommen, der auch Klein, zierlich und Hutträger ist.
Schade drum aber nicht zu ändern
Hatte ich schon befürchtet, dass die C. lanceolatum bei dir auch nichts wird.
War ein Experiment und Experimente können auch mal scheitern. Bei uns sahen die Keimlinge ja ganz genauso aus. Nach dem Keimen ging es keinen Millimeter mehr weiter. Dabei hatten wir ihnen 4 Wochen Zeit gegeben.
Frisch gezogene Pflanzen entsorgen zu müssen gehört leider dazu. Du kennst das ja: säst du nur soviel aus, wie du eigentlich bräuchtest, keimt nichts. Säst du aber mehr als genug aus, keimt alles. Dann lieber doch mehr aussäen und anschließend eine Triage, statt zu wenig Pflanzen zu haben.
Naja nächstes Jahr werde wieder bei Semillas bestellen und nur soviel aussäen wie ich brauche, wenn nicht halt nachsäen.
Meine C. Lanceolatum kriegen noch genau bis zum pikieren Zeit, nicht mehr und nicht weniger. Um solch faulen Eier mit durch zuziehen fehlt mir nämlich der Platz.