Jedes Jahr zu Beginn der Grillsaison liest man es wieder in der Zeitung: “Unfall beim Grillen”, “Grill explodiert, 2 Schwerverletzte” und jede Menge ähnlicher Schlagzeilen. Damit dies nicht passieren kann, stellen wir hier die verschiedenen Methoden zum Anzünden eines Holzkohlegrills vor.

1. Spiritus, Benzin, Lampenöl

Diese Dinge sollte man wirklich nur verwenden, wenn man seines Lebens überdrüssig ist. Neben der hohen Explosionsgefahr kommt bei Benzin und Spiritus noch die Tatsache, daß schädliche und schlecht schmeckende Stoffe auf das Grillgut gelangen.

Schulnote: 6

2. Flüssige Grillanzünder

Hier gibt es zwar keine Explosionsgefahr, dafür aber üble Gerüche und geschmackliche Beeinträchtigungen des Grillguts. Um den Grill damit zu entzünden, verteilt man den Anzünder gleichmäßig über die Kohlen und zündet sie an. Nachdem die Flammen erloschen sind, muß man häufig aber noch durch Wedeln oder Pusten nachhelfen, bis die Kohlen durchgeglüht sind.

Schulnote: 5

3. Feste Grillanzünder

Hier wird die Kohle zu kleinen Pyramiden aufgeschichtet, der Anzünder hinein gesteckt und dann entzündet. Auch hier gibt es oft Probleme mit auftretenden Gerüchen und schlecht anbrennender Kohle. Absolut tabu sind Kaminanzünder, da diese schädliche Stoffe enthalten, die auf dem Grillgut einen bitteren Geschmack hinterlassen.

Schulnote: 4

4. Elektrische Anzünder

Hier wird die Kohle pyramidenförmig über den Anzünder gehäuft. Der Anzünder wird eingeschaltet und bringt die Kohle zum Glühen. Geschmackliche Beeinträchtigungen gibt es ebenso wenig, wie üble Gerüche. Dennoch gibt es einen großen Nachteil: eine Steckdose muß unmittelbar am Grill vorhanden sein und die Kohle glüht ungleichmäßig durch.

Schulnote: 3

5. Heißluftfön und Bunsenbrenner

Beide sind sehr gut geeignet, den Grill innerhalb kurzer Zeit zu entfachen. Der Luftstrom beim Fön dient zudem noch als Blasebalg, so daß die Kohle sehr schnell durchgeglüht ist. Allerdings benötigt man auch hier eine Steckdose in der Nähe. Die notwendige Gasflasche für einen Brenner ist ebenfalls zu unpraktisch.

Schulnote: 2

 

6. Der Anzündkamin (AZK)

Die wohl beste Methode, perfekte glühende Kohlen zu bekommen ist der AZK. Oben füllt man die gewünschte Menge Kohlen ein, unten entzündet man einen Anzündwürfel oder zusammengeknülltes Papier. Dann stellt man den AZK über das Feuer und durch den Kamineffekt hat man innerhalb von 20 bis 30 Minuten perfekt glühende Kohlen. Auch beim AZK gibt es unterschiedliche Qualitäten, so das auch hier gilt: wer billig kauft, kauft zweimal. An einem guten AZK hat man viele Jahre Freude.

Schulnote: 1

Die beste Möglichkeit: ein Anzündkamin (Bild:Weber „Rapid Fire“ AZK)