Chilisaison 2011 – Trotz der Kälte geht es weiter

Auch wenn das Wetter inzwischen wirklich herbstlich geworden ist und wir bereits einige frostige Nächte erleben mussten, geht für uns die Chilisaison 2011 noch weiter. Unsere Pflanzen haben zwar ein wenig unter den kühlen Temperaturen zu leiden, aber es geht ihnen noch so gut, dass wir wieder eine kleine Ernte von 1581 g Chilis und 710 g Paprika verbuchen konnten. An den Pflanzen hängen noch immer zahlreiche halbreife und unreife Beeren, von denen wir mit ein wenig Glück noch einige mit nach Hause nehmen können.

Im Freiland steht noch was

Auch wenn unsere Tomatenpflanzen und die Physalis durch die Nachtfröste bereits erledigt sind (ein paar Tomaten liegen noch ungewogen zum Nachreifen in einer Kiste), stehen unsere Thai-Chilis noch recht gut da. Natürlich haben sie auch ein paar leichte Schäden davongetragen, aber sie haben noch keine Blätter verloren und die Beeren reifen nach und nach ab.

Eine Thai Red Hot Chilipflanze mit leichten Frostschäden

Thai-Chili mit leichten Frostschäden

Die Tomaten und Physalis wurden inzwischen kompostiert. Eine unbekannte C. chinense (uns war der Sortenaufkleber auf dem Anzuchttopf abhanden gekommen), die wir als Test ebenfalls ins Freiland gepflanzt hatten, ist dort ebenfalls gelandet. Sie ist durch den Frost komplett abgestorben. Dieses Experiment hat unsere Vermutung bestätigt: C. chinense sind nicht freilandgeeignet. Die Pflanze hatte auch erst sehr spät geblüht und keine Beeren angesetzt. Dazu kommt natürlich die Kälteempfindlichkeit dieser Sorten.

In der Hoffnung, dass wir vielleicht noch ein paar Früchte ernten können, wurden die Thai wieder mit Vlies abgedeckt. Diese einfache Maßnahme hat sich als sehr hilfreich erwiesen, denn ohne Vlies wäre die Thai vermutlich auch längst auf dem Kompost gelandet.

Im Gewächshaus sieht es ganz gut aus

In unseren Gewächshäusern sieht die Lage noch deutlich entspannter aus. Auch wenn dort einige C. chinense, die naturgemäß kälteempfindlicher sind, ein paar Blätter durch die kalten Temperaturen verloren haben, reifen die Beeren langsam aber sicher ab.

Ein paar reife Bhut Jolokia Improved Strain II

Die Bhuts kann nichts erschüttern

Besonders erstaunt sind wir über unsere Bhut Jolokia Improved Strain II. Obwohl auch diese Sorte zu den C. chinense gehört, ist sie extrem robust. Die Pflanzen lassen sich von der Kälte nicht stören und produzieren weiter fleißig reife Beeren. Solange kein stärkerer Kälteeinbruch die Pflanzen stört, werden wir wohl noch ein wenig weiter ernten können.

Mittlerweile überlegen wir, ob wir nicht einen Kalender in unsere Gewächshäuser hängen. Den niedrigen Temperaturen zum Trotz bilden unsere Chilis nicht nur neue Blüten, sondern sogar neue Fruchtansätze.

Neue Blüten und Fruchtansätze trotz Kälteschaden an einer Brazilian Starfish

Neue Blüten und Fruchtansätze trotz Kälteschaden

Obwohl die Pflanze auf dem Bild durch Kälte und Schnecken geschädigt ist, bildet sie tatsächlich neue Beeren. Dabei sind unsere Gewächshäuser weder doppelverglast noch beheizt. Solange die Sonne am Tage scheint, steigen die Temperaturen aber immernoch im Inneren auf über 25 °C. Nachts kühlt es sich nur langsam ab, sodass die Chilis nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen werden.

Wieder eine kleine Ernte

Durch die niedrigen Temperaturen reifen die Chilis und Paprika natürlich auch bei uns jetzt deutlich langsamer. So fiel die Ernte in dieser Woche auch deutlich kleiner, als gewohnt aus. Mit fast 1,6 kg Chilis und über 0,7 kg Paprika sind wir aber für die Jahreszeit sehr zufrieden. Ingesamt kommen wir so inzwischen auf 32,810 kg Chilis und 21,693 kg Paprika. An vielen Pflanzen hängen aber auch noch viele halbreife Beeren, sodass wir wohl noch das ein oder andere Kilo ernten können.

Eine Chiliernte von fast 1,6 kg Ende Oktober 2011

Die Chiliernte dieser Woche

Leider bleiben die Pimenta da Neyde jetzt sehr hell, obwohl sie reif sind. Da fehlt inzwischen die Sonne. Dem Aroma und der Schärfe tut dies aber keinen Abbruch.

Den Wettbewerb zwischen Aji Pineapple und Lemon Drop hat eindeutig die Aji für sich entschieden. Die Lemon Drop sind fast komplett abgeerntet und haben nicht annähernd so viele Früchte gebracht, wie die Aji Pineapple. Die Ajis hängen aber noch immer voll und bilden neue Beeren. Diese Sorte ist in diesem Jahr bei uns ein echtes Produktionsmonster.

Bilderstrecke

Wir haben natürlich noch ein paar mehr Bilder in unseren Gewächshäusern gemacht. Diese haben wir für euch in der folgenden Bilderstrecke zusammengefasst.

(Klick auf´s Bild zum Vergrößern!)

Wie geht es weiter?

Ein paar Wochen werden wir sicherlich noch mit der Chilisaison 2011 beschäftigt sein. Die Planung für 2012 läuft aber bereits auf Hochtouren. Nach dem Plan für das Chiligewächshaus, den wir euch bereits vorgestellt haben, arbeiten wir zur Zeit an den Planungen für die beiden anderen Gewächhäuser.

Ein paar Samen für 2012 haben wir uns aus unserem Ungarnurlaub mitgebracht. Von diesen Samen haben wir inzwischen einige auf feuchtes Küchenpapier in Kunstoffdosen als Keimprobe gelegt.

Wir werden natürlich auch weiter über unsere Chili- und Paprikazucht berichten.

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