Fire Eaters BBQ Forum

Normale Version: Unser Ungarnurlaub 2011
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Seiten: 1 2
Unser Ungarnurlaub 2011

Hier möchten wir euch ein wenig über unseren Urlaub 2011 in Ungarn berichten. Die ersten Tage haben wir für euch in dem folgenden Bericht zusammengefasst. Ab sofort werden wir aber versuchen, jeden Abend einen kleinen Bericht vom Tage hier einzustellen. Auch Bilder müsst ihr leider bis nach dem Urlaub warten, denn wir haben hier nur einen freien WiFi-Hotspot zur Verfügung und da dauert der Upload gröߟerer Dateien sehr lange. Auch wollen wir vermeiden, über ein offenes Netzwerk zu unserem FTP-Server zu verbinden. Die Sicherheit unserer Webseite geht da vor.


1. Tag - Anreise

Nachts kurz vor 02:00 Uhr ging es los Richtung Ungarn. Kurz vorher waren wir noch wegen den angekündigten Unwettern und dem bereits starken Wind in den Garten gefahren, um die Gewächshäuser zu schlieߟen. Begleitet von heftigen Blitzen und ein wenig Regen ging es dann die B 189 in Richtung Magdeburg, wo wir auf die A2 und kurz darauf auf die A14 abbogen. Diese Autobahn fuhren wir dann bis zur A4. An der Autobahnraststätte Dresdener Tor Süd haben wir noch einmal vollgetankt und fuhren dann weiter über die A17 nach Tschechien.

Die tschechische Mautvignette kostete 15 Euro für einen Monat, was in Anbetracht der extrem schlechten Strassen eine Frechheit ist. Nachdem wir die Tschechen endlich hinter uns gelassen hatten, fuhren wir in der Slowakei auf wesentlich besseren Strassen. Die Vignette dort kostete uns weitere 14 Euro, dafür waren die Autobahnen tadellos. Wir staunten, wie sich Bratislava in den letzten drei Jahren positiv verändert hatte. Kurz danach ging es dann auch schon nach Ungarn. Auch für Ungarn ist leider eine Mautabgabe nötig, man muss aber keine Vignette in die Frontscheibe kleben. Die Ungarn langten am stärksten zu: 20,50 Euro für einen Monat mussten wir zahlen.

Nach einer kurzen Rast an der ersten Autobahnraststätte in Ungarn ging es weiter auf der M1 Richtung Budapest. Kurz vor der ungarischen Hauptstadt bogen wir dann über die M0 auf die M7 in Richtung Balaton ab. Dort erwartete uns eine unschöne ߜberraschung. Durch das hohe Verkehrsaufkommen kam der Verkehr fast zum Erliegen. Erst nach Siofok lief es wieder besser, sodass wir um kurz vor 14:00 Uhr in Balatonboglar ankamen.

In Balatonboglar konnten wir leider am Ferienhaus zunächst keinen Parkplatz finden, da durch das heiߟe Wetter zahlreiche ungarische Badegäste den Platanstrand belagerten. Also parkten wir auf dem Parkplatz bei der Post im Ortszentrum und riefen unseren Reiseveranstalter an. Dieser sicherte uns zu, uns in der nächsten halben Stunde am Haus zur Schlüsselübergabe zu treffen, da er erst von Fonyod nach Balatonboglar fahren muss. Keine 20 Minuten später war er dann auch zur Stelle und übergab uns nach der Besichtigung des Hauses die Schlüssel.

Das Haus gefiel uns allen sofort sehr gut. Die einfache, aber geschmackvolle und gemütliche Einrichtung liess auf einen schönen Urlaub hoffen. Unser sehr netter Reiseveranstalter sicherte uns zu, dass wir mit allen Fragen und Problemen jederzeit zu ihm kommen könnten und wünschte uns einen schönen Urlaub.

Nach dem Auspacken und einer kurzen Pause gingen wir dann in den Ort, um Geld umzutauschen. Der Kurs stand hier mit 1:266 deutlich besser, als an der Autobahn mit 1:255. Im Anschluss besuchten wir dann endlich unseren Lieblingsgastwirt Fery. Nach ein paar kühlen Getränken empfahl er uns seinen Kesselgulasch, den wir natürlich auch sofort für alle bestellten. Das Essen war, wie gewohnt, sehr lecker und relativ preiswert. Pro Portion bezahlten wir 1000 Ft und ein groߟes Bier kostete 400 Ft. Insgesamt bezahlten wir für 5 Personen umgerechnet knapp über 30 Euro. Dabei waren aber auch reichlich Getränke mit dabei. Nach dem Essen gingen wir zu unserem Haus, das nur 100 Meter von Fery´s Kneipe entfernt liegt zurück. Zuvor bestellten wir bei ihm natürlich gleich unser Mittagessen für den nächsten Tag. Wildschweingulasch soll es geben. Wir sind schon sehr gespannt darauf.

Den Abend lieߟen wir dann in aller Ruhe ausklingen und fielen gegen 21:00 Uhr völlig erledigt, aber glücklich in unsere Betten.

2. Tag

In der Nacht wehte ein ziemlich starker Wind und es regnete auch ein paar Mal recht heftig. Auch nach dem Aufstehen war der Wind noch recht stark, aber es regnete nicht mehr und die Wolken verzogen sich. Nachdem wir gefrühstückt hatten, räumten wir noch ein wenig auf und lieߟen den Tag ruhig angehen. Nach einem leckeren Eis von unserer Konditorei des Vertrauens (150 Ft/Kugel) fühlten wir uns schon richtig wohl.

Gegen Mittag gingen wir dann wieder zu Fery´s Kneipe. Wie am Vortag bestellt, gab es Wildschweingulasch. Natürlich war auch dieses Mal das Essen ausgezeichnet und wieder sehr preiswert. Das Gulasch kostete pro Person 1400 Ft, was ca. 5,40 Euro entspricht.

Nach dem Essen gingen wir dann noch auf eine kleine Erkundungstour zum Hafen und zum Weinfass von unserem Stammwinzer. Die Preise haben etwas angezogen, sind aber immer nocht mit 1150 Ft (inkl. 150 Ft Pfand) für ein kleines Fässchen vertretbar. Wir kauften also 2 kleine Fässchen Muscat Ottonel, unserer ungarischen Lieblingssorte, die am Abend verkostet werden sollten. Anschlieߟend gibg es zum Haus zurück, wo die meisten Mittagsruhe hielten. Nur ein armer Mensch durfte wieder arbeiten und die Bilder sichten und mit Tags und Beschreibungen versehen.

Nach der Mittagsruhe gingen die Damen in den Ort, um ein wenig zu bummeln. Leider waren in der Einkaufsstrasse viele Geschäfte geschlossen und standen zum Teil zum Verkauf. So auch der Bäcker, bei dem wir sonst immer unser Brot und unsere Brötchen gekauft hatten.

Gegen 17:00 Uhr trafen auch die Mieter des kleineren Hauses auf dem Grundstück ein. Nach einem kurzen Gespräch bezogen sie ihr Ferienhaus und wir bereiteten uns langsam auf den Abend vor.

Am Abend war es dann wieder Zeit, Fery zu besuchen. Um den Magen ein wenig zu beruhigen, mussten die männlichen Reiseteilnehmer erst einmal ein paar Hubertus (ungarischer Kräuterschnaps) vernichten. Fery servierte uns dann eine Art Schweinefleischgulasch, natürlich auf ungarische Art in Form einer Suppe mit Spätzle, Kartoffeln, Möhren und natürlich viel Fleisch. Da wir ihn bereits auf etwas schärfere Kost angesprochen hatten, servierte er uns auch einen Teller mit Paprika. Seine Warnung, das diese Paprika sehr scharf seien, haben wir natürlich nur mit einem Lächeln quittiert und ordentlich reingehauen. Nach unserer Erklärung, welche Sorten Chili wir selbst anbauen, wusste er auch warum. Das Essen war dennoch wieder sehr lecker und der Hubertus tat der Verdauung auch mehr als gut. Im Anschluss genossen wir noch einmal ein Eis aus unserer Lieblingskonditorei und gingen dann gemütlich zurück zum Ferienhaus. Aufgrund der enormen Entfernung haben wir dazu fast 5 Minuten gebraucht, denn die Damen mussten ja unbedingt noch zum dritten Mal an der kleinen Souvenirbude gegenüber von unserem Haus stöbern gehen.

Nach Sonnenuntergang konnten wir dann auch den beleuchteten Millenium Aussichtspunkt fotografieren. Dazu sind wir bis zur Tinodß­ utca gelaufen. Nach unserer Rückkehr konnten wir allerdings feststellen, dass wir die Kugel von der hinteren Terrasse unseres Ferienhauses noch viel besser sehen konnten.

Der Wein, den wir am Nachmittag gekauft hatten, hatte inzwischen Trinktemperatur angenommen und so machten wir uns daran, den 2010er Jahrgang zu verkosten. Nach 4 Litern Wein konnten wir ihm dann auch das Prädikat "trinkbar" ausstellen und gingen kurz vor Mitternacht zu Bett.

3. Tag

Heute früh wurde zunächst einmal der Sonnenaufgang über dem Balaton fotografiert. Die Ruhe am See morgens in aller Frühe ist einfach himmlisch. Bis auf ein paar Reinigungskräfte war noch keine Menschenseele zu sehen, und so gelangen einige malerische Bilder vom Sonnenaufgang und vom See. Auf dem Rückweg fiel dann ein Schild ins Auge, das wir zuvor nie wahrgenommen hatten: ein kostenloser WiFi-Hotspot lag direkt vor dem Strand. Die Reichweite des Netzwerkes erstreckte sich bis auf die vordere Terrasse unseres Ferienhauses.

Nach dem Frühstück ging es dann ins nahe gelegene Ortszentrum. Wir wollten den Berg zum Aussichtspunkt erklimmen. Leider mussten wir feststellen, dass die Aussichtsplattform wegen Bauarbeiten gesperrt war. So bummelten wir noch ein wenig durch die Stadt, bevor wir im Reisebüro vor Ort eine Fahrt nach Budapest buchten. Am Mittwoch geht es früh um 7:00 Uhr am Postparkplatz los. Der Tagesausflug ist verhältnismäߟig preiswert. Inklusive Verpflegung und einem 3 Gänge Menü in einem Nobelrestaurant in Budapest kostet uns der Spaߟ 8900 Ft (ca. 30 Euro/Person).

Nachdem wir im Reisebüro waren, gingen wir noch schnell zum CBA-Laden, um Getränke und Brot zu kaufen. Die Preise liegen etwas unter dem deutschen Durchschnitt. Auch einen kurzen Abstecher auf den Markt haben wir unternommen. Dort kauften wir die groߟen ungarischen Pfirsiche, die unglaublich saftig und mit über 400 g Durchschnittsgewicht auch sehr groߟ sind. Auch einige Tomaten, die uns an unsere Corianne erinnerten, nahmen wir mit. Von den Pfirsichen haben wir alle intakten Kerne mitgenommen, da wir planen, einige Bäume davon im Garten zu ziehen.

Zum Mittagessen ging es wieder zu Fery. Dieses Mal gab es Schweinekoteletts mit Letscho und einer Beilage, die wir unbedingt noch genau identifizieren müssen, denn sie ist wirklich sehr lecker. Heute hat Fery noch einmal versucht, uns mit scharfem Essen zu überraschen. Die Schärfe war zwar spürbar, aber für geübte Scharfesser auch nicht wirklich als scharf einzustufen. So aߟen wir wieder alles restlos auf und Fery schaute nur ungläubig, dass niemand eine Mine verzog. So langsam begriff er wohl, dass er uns mit scharfen ungarischen Paprika nicht schockieren kann. Heute tranken dann auch die Damen einen Hubertus mit.

Der Nachmittag wurde wieder in aller Ruhe verbracht. Gegen Abend wurden dann die Tomaten vom Markt verkostet. Da uns der Geschmack und auch die Gröߟe dieser Sorte sehr gefiel, nahmen wir auch zahlreiche Samen von einer Tomate, die wir im nächsten Jahr bei uns im Garten anbauen wollen.

Im Anschluss ging es dann wieder zu Fery. Da wir am Abend etwas Leichtes essen wollten, entschieden wir uns für Palatschinken mit Quark. Diese wurden dieses Mal von Fery´s Sohn zubereitet, der das Lokal nebenan betreibt. Man merkte aber natürlich ganz genau, dass auch er bei Fery das Kochen gelernt hat. Die Palatschinken waren sehr lecker und vor allem nicht so süߟ, wie üblicherweise.

Nachdem wir dann gegessen hatten, gingen wir noch zum See. Dort machten wir noch einige schöne Bilder vom Sonnenuntergang, bevor wir zum Haus zurück gingen. Dort lieߟen wir den Tag dann gemütlich ausklingen.

4. Tag

Nach dem Frühstück sind wir heute noch einmal ins Ortszentrum gegangen. Wir wollten Geld tauschen und die Damen wollten wieder ein wenig shoppen. Da wir auch vorhatten, einige Bilder mit längerer Belichtungszeit zu machen, haben wir uns auch gleich ein gröߟeres Stativ für unsere Kamera gekauft. Das können wir ja auch in Deutschland sehr gut für unsere Rezeptbilder gebrauchen.

Wir gingen dann weiter bis zum Bahnhof durch den ganzen Ort und schlenderten dann die Tinodß­ utca zurück. Den Rückweg haben wir gewählt, da wir noch an Miklos´ Weinfass vorbei schauen wollten. Neben 2 weiteren Fässchen Muscat Ottonel nahmen wir dieses Mal auch ein Fässchen Rose mit, um ihn zu verkosten. Im Anschluߟ ging es noch einmal zum Markt, wo wir erneut Pfirsiche und Tomaten kauften. Der Rose-Wein wurde ebenfalls probiert und für trinkbar aber nicht so gut, wie der Muscat Ottonel befunden.

Zum Mittagessen gingen wir dann wieder zu Fery, der uns heute Fleisch mit Waldchampignons und Nudeln servierte. Auch dieses Mal war das Essen wieder äuߟerst schmackhaft und wir gingen, nicht ohne seinen leckeren Palinka zu probieren, wieder zum Haus zurück, wo wir uns ein wenig ausruhten.

Am Nachmittag ging es dann noch einmal ins Ortszentrum, da der Handtaschenladen am Vormittag noch geschlossen hatte. Frauen können nunmal nicht ohne Handtaschen. Auf dem Rückweg nahmen wir auch noch einige reife Samenkapseln von der Blasenesche, die vor dem CBA-Laden steht. Wir wollen einige dieser dekorativen Bäume auch bei uns im Garten ziehen.

Abends ging es dann wieder zu Fery. Wir wollten dieses Mal etwas Kleineres essen, und so empfahl uns Fery einfach Bouletten mit den typischen ungarischen gegorenen Gurken und etwas Brot. Die Entscheidung haben wir auch nicht bereut, denn es waren so ziemlich die besten Bouletten, die wir je gegessen haben. Eine ordentliche Ladung Paprika, geräucherter Speck und Kräuter ergänzten sich hervorragend mit dem Hackfleisch, das zum Teil vom ungarischen Graurind stammte. Diese Rinderart hat besonders hochwertiges, cholesterinarmes Fleisch, das unglaublich aromatisch und zart ist. Eine Besonderheit dieser Art ist, dass sie nicht an BSE erkranken können, was während der BSE-Panik einen gewaltigen Aufschwung der Graurindzucht mit sich brachte.

Von Fery ging es dann noch einmal zum Balaton, wo wir mit unserem neuen Stativ einige Aufnahmen vom atemberaubenden Sonnenuntergang machen wollten. Da die Sonne hier sehr schnell hinter dem Tafelberg am Nordufer untergeht, konnten wir in kurzer Zeit viele schöne Bilder machen, bevor wir zum Haus zurückgingen. Auf dem Heimweg holten wir uns noch Eis, das hier besonders lecker ist.

Am Haus angekommen lieߟen wir den Abend recht früh ausklingen, da wir am nächsten Tag ja sehr früh aufstehen müssen. Der Bus nach Budapest holt uns gegen 7:00 Uhr am Parkplatz bei der Post ab. Zurück werden wir wohl erst gegen 18:00 Uhr sein, sodass wir leider am Mittag nicht zu Fery gehen können. Wir haben aber für den Abend schon unser Essen bei ihm bestellt.

Morgen geht´s dann weiter mit einem kleinen Bericht von unserem Budapest-Ausflug.
5. Tag - Budapest

Um kurz nach 6:30 Uhr gingen wir langsam zum Postparkplatz in Balatonboglar. Kurz nach 7:00 Uhr kam der Bus mit einigen Minuten Verspätung, mit dem wir nach Budapest fahren sollten. Unser Fahrer Szoltan begrüߟte uns und fuhr auf die Autobahn M1 Richtung Budapest. In Zamadi und Siofok nahmen wir weitere Fahrgäste mit an Bord. Auch unsere Reiseleiterin stieg in Siofok dazu und so konnten wir endlich nach Budapest fahren. Auf der Fahrt erklärte uns die Reiseleiterin die mehr als 1000jährige Geschichte Ungarns, sodass diejenigen Teilnehmer, die noch nie in Budapest waren auch die Zusammenhänge verstehen konnten.

In Budapest angekommen ging es zunächst zum Gellertberg mit der Zitadelle und der ungarischen Freiheitsstatue. Von dort oben hat man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt und die Donau. Natürlich nutzten wir die Gelegenheit, einige schöne Bilder zu machen.

Im Anschluss ging es dann weiter ins Burgviertel. Dort konnten wir zunächst die Fischerbastei und die Matthiaskirche besichtigen, bevor es zu Fuߟ weiter durch das Burgviertel ging. Dabei kamen wir unter anderem auch am Amtssitz des ungarischen Ministerpräsidenten und an diversen Ausgrabungen von verschiedenen alten Palästen und Burganlagen vorbei. Auch dabei haben wir natürlich zahlreiche Bilder geschossen.

Anschlieߟend fuhren wir mit dem Bus zum Mittagessen zum Restaurant "Kaltenberg", wo wir ein Drei-Gänge-Menü einnahmen. Dazu gab es Bier, das direkt im Braukeller des Restaurants gebraut wurde. Das Essen war zwar gut, aber mit Fery´s ungarischer Küche konnte es dann doch nicht mithalten.

Nachdem wir gegessen hatten, ging es zu einer Stadtrundfahrt, bei der wir zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie das Parlament und aus die St. Stefans Basilika bewundern konnten. Diese Basilika haben wir auch besichtigt und waren erstaunt, wie viel Gold dort verarbeitet wurde. Die Stadtrundfahrt führte uns weiter zum Heldenplatz mit dem Milleniumsdenkmal, das an die Landnahme im Jahre 896 erinnert, bis hin zur Einkaufsstrasse, wo wir den Bus verlieߟen. Da wir an dieser Stelle ungefähr 2 Stunden Freizeit hatten, gingen wir die Einkaufstrasse mit ihren zahlreichen Geschäften und Restaurants entlang, bis wir am für uns interessantesten Teil des Ausflugs angekommen waren: die Markthalle Nr.1 von Budapest.

In der Markthalle herrschte, wie gewohnt, ein reges Treiben und wir machten uns daran, bei den einzelnen Ständen zu stöbern. Jedem Chili-Liebhaber, aber auch jedem Fleisch- und Wurstjunkie werden hier die Augen über gehen. Man kommt sich vor, wie im Paradies. ߜberall hängen Ristas mit ungarischen Chilis und die Paprika stapeln sich in den Auslagen. Bei den Fleisch- und Wurstständen bietet sich ein ähnliches Bild. Riesige Fleischstücke, ob geräuchert oder frisch, sowie jede Menge ungarischer Salami bestimmen das Bild. An einem Stand entdeckten wir ein Kochbuch, von dem uns schon unsere Reiseleiterin berichtet hatte: ein Kochbuch der ungarischen Küche. Dieses Buch kostete 3000 Forint, was ungefähr 11 bis 12 Euro entspricht. In anderen Läden in der Einkaufsstrasse sollte es bis zu 6900 Forint kosten. Es lohnt sich also, die Augen offen zu halten. An einem weiteren Stand entdeckten wir frische Trüffel für einen sehr günstigen Preis. Ganze 2,50 Euro sollte das Gramm kosten. Leider konnten wir nichts kaufen, denn wir haben ja keine Möglichkeit, sie bis zur Heimreise frisch zu halten. Ein kleines Fläschchen Trüffelöl mit einem Stück Trüffel darin für 3 Euro musste dann aber doch noch sein.

Nach dem Ende der Freizeit ging es dann zurück zum Bus, der uns wieder zurück nach Balatonboglar brachte. Unterwegs wurden die anderen Fahrgäste und die Reiseleiterin wieder in Siofok und Zamadi abgesetzt. Am Postparkplatz in Balatonboglar verabschiedeten wir uns von Szoltan und gingen auf direktem Weg zu Fery, denn es war langsam Zeit für´s Abendessen.

Nachdem Fery uns über unseren Ausflug befragt hatte, brachte er uns erst einmal kühle Getränke und verschwand dann in seiner Küche. Ein wenig später kam er mit dem angekündigten Wildgulasch wieder heraus und wir lieߟen es uns schmecken. Nach ein paar weiteren kalten Bier und einem Hubertus verabschiedeten wir uns von Fery und gingen zurück zum Haus. Dort angekommen ruhten wir uns noch eine Weile auf der Terrasse aus und gingen bald darauf ins Bett. Naja... bis auf einen, der diesen Text tippen durfte. :coff:
6. Tag

Nach den gestrigen Strapazen wollten wir uns heute ein wenig ausruhen. So lieߟen wir den Tag nach dem Frühstück ganz entspannt beginnen und faulenzten bis zum Mittagessen. Bei Fery gab es heute sehr leckeres Paprikahuhn, das er mit Nudeln servierte. Nachdem wir mit Fery das Essen für den nächsten Tag besprochen hatten, holten wir uns noch Eis von der Konditorei nebenan. Die Sorte "Peach Cheesecake" ist einfach ein Traum.

Im Anschluss marschierten wir noch ins Ortszentrum um Getränke zu kaufen. Nachdem wir danach wieder am Haus angekommen waren, ging es daran, die Bilder von Vortag zu sichten und mit Tags und Beschreibungen zu versehen. Diese Arbeit nahm einige Zeit in Anspruch, sodass wir danach schon wieder langsam zu Fery aufbrechen konnten.

Schon, als wir das Haus verlieߟen, verdunkelte sich der Himmel und über dem Balaton zog ein Gewitter auf. Kaum waren wir bei Fery angekommen und hatten unsere Getränke erhalten, fing das Gewitter an. Ein gewaltiger Regenguss kam vom Himmel herab und setzte neben den Wegen auch Fery´s Kneipe unter Wasser. Davon lieߟen wir uns natürlich nicht abschrecken und verputzten unser Abendessen, das heute wieder aus Palatschinken bestand. Da es noch immer regnete und blitzte, tranken wir noch eine Runde Bier und Hubertus, bevor wir zum Balaton gingen, um einige Bilder vom wolkenverhangenen Himmel zu schieߟen. Auch durch das Gewitter hatte es sich kaum abgekühlt. Das Thermometer am WC-Häuschen am Strand zeigte noch immer 27 °C. ߜber dem Balaton zog aber schon das nächste Gewitter auf, das sich im dem Moment, wo ich diese Zeilen schreibe gerade über uns entlädt. Obwohl es wie aus Eimer schüttet und auch ein kräftiger Wind weht, ist es immer noch sehr warm, sodass ich hier auf der Terrasse sitzen kann. Morgen geht es dann weiter. Wir wollen nach Balatonlelle fahren und uns da ein wenig umsehen.
7. Tag

Heute sind wir nach dem Frühstück in den Nachbarort Balatonlelle gefahren. Wir wollten Getränke für´s Wochenende kaufen und ein wenig bei den Buden beim groߟen CBA-Supermarkt stöbern gehen. Dabei haben wir auch ein paar ungarische Würste gekauft, schlieߟlich müssen wir ja die Qualität kontrollieren, bevor wir in der nächsten Woche in Fonyod auf dem groߟen Wochenmarkt die ganzen Würste für die Daheimgebliebenen kaufen. Natürlich haben die Damen wieder etwas gefunden, was ein Mann eigentlich niemals kaufen würde: Handtaschen. Dash Aber für den Preis von knapp 3,50 Euro für eine groߟe Tasche kann man(n) nicht meckern.

Nachdem wir aus Lelle zurückgekehrt waren, wurden erst einmal die ersten Würste verkostet. Wie gewohnt war die Qualität ausgezeichnet und die Preise sind sehr human. Die teuersten Salamis kosten umgerechnet unter 10 Euro/Kilo. Auch ein paar eingelegte Paprika, die wir gestern vom Markt geholt hatten, wurden probiert und für sehr lecker befunden.

Mittags ging es dann wieder zu Fery, der uns Zigeunerbraten und einen sehr leckeren Gurkensalat mit Sauerrahm servierte. Das Rezept für diesen Salat müssen wir unbedingt noch von Fery besorgen. Nach dem sehr reichhaltigen Essen war immer noch Platz für ein Eis, bevor wir zum Haus zurückgingen.

Nachmittags war dann wieder faulenzen angesagt. Ein kleiner Ausflug ins Ortszentrum war natürlich trotzdem drin, bevor es zum Kaffee ein Stück leckere Walnusstorte aus der nahegelegenen Konditorei gab. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir auf der Terrasse und genossen das schöne Wetter. Dabei zerlegten wir auch noch eine Tomatenpaprika, um die Samen zu gewinnen.

Abends ging es noch einmal zu Fery, wo wir nur einen Salat aߟen. Wir waren vom Mittagessen noch zu voll gefuttert. LOL Anschlieߟend ging es zum Haus zurück, wo wir den Abend gemütlich mit einem Fässchen Wein ausklingen lieߟen.
8. Tag

Nach dem Frühstück ging es ins Ortszentrum in Balatonboglß¡r. Dort hatten wir einen kleinen Laden mit Grillzubehör und Saatgut entdeckt. Das Saatgut war leider nichts besonderes, aber wir entdeckten einen schönen langen Grillspieߟ für nur 3,20 Euro. Der wurde natürlich sofort eingepackt. Im Laden nebenan gab es jede Menge Gläser und Flaschen. Dort entdeckten wir auch ein kleines Weinfässchen aus Glas mit einem Korken zum Einfüllen und einem Messinghahn zum Weinzapfen. Auch dieses Fässchen wurde natürlich sofort eingesackt.

Zum Mittagessen ging es heute zu Fery´s Sohn ins Fehß©r Lß³. Dort bestellten wir verschiedene Gerichte vom Grill. Das Essen war sehr gut, aber eigentlich viel zu reichhaltig. Wir hatten allesamt zu kämpfen, unsere Portionen zu schaffen. Der Preis war sehr human. Für 2 Personen haben wir inklusive Getränke umgerechnet 14,20 Euro bezahlt. Auch wenn wir mächtig vollgestopft waren, gingen wir noch zur Konditorei nebenan. Eigentlich wollen wir nur Kuchen zum Kaffee holen, aber am Eis kamen wir dann doch nicht vorbei. Auch die Konditorei hat sehr angenehme Preise. Wo in Deutschland bekommt man ein groߟes Stück Torte für weniger als 1 Euro oder eine groߟe Kugel Eis für 50 Cent?

Nach der anschlieߟenden Mittagsruhe ging es wieder einmal zum Weinfass von Miklß³s. Da auf den kleinen Fässchen ein Pfand von ca. 75 Cent liegt, wurden das Leergut gleich wieder mitgenommen und Miklß³s gab uns dafür wieder einige Liter Muscat Ottonell mit. Der wurde im Haus erst einmal auf Trinktemperatur gebracht. Von einigen Beeren dieser Rebsorte haben wir auch ein paar Kerne entnommen, denn wir planen auch daraus einige Reben zu ziehen.

Am Abend ging es dann noch einmal ins Fehß©r Lß³. Groߟer Fehler: wir hatten dieses Mal wirklich extrem zu kämpfen. Alyx war der Verzweifelung nahe, hat aber tapfer aufgegessen. Das Baden im Balaton wurde danach aber sicherheitshalber unterlassen. Nach dem Abendessen haben wir es uns auf der Terrasse mit einem Gläschen Muscat Ottonell gemütlich gemacht. Wir haben hier gerade einen schönen, lauen Spätsommerabend. Es ist windstill bei 24 °C und aufgrund der Nachsaison schön ruhig. Genau richtig, um die Seele einmal baumeln zu lassen.
9. Tag

Heute früh ging es nach dem Frühstück auf den Berg zur Aussichtskugel. Obwohl diese gesperrt ist, wollten wir doch einige Bilder von dort oben machen, denn die Aussicht ist einfach wundervoll. Obwohl es schon sehr warm war, stiegen wir an den beiden Kirchen des Ortes vorbei auf den Berg, wo sich auch der Stadtpark befindet. Der Anstieg ist sehr steil und der Weg befindet sich auch in einem relativ schlechten Zustand. Die häufigen und starken Regenfälle in diesem Jahr haben den Weg stark ausgespült, sodass der Aufstieg doppelt beschwerlich war. Oben angekommen machen wir zunächst eine kleine Verschnaufpause und montierten die Kamera auf das Stativ. Anschlieߟend schossen wir einige sehr schöne Fotos vom Ort und vom Balaton, der sich unter uns ausbreitete. Nach dem Abstieg kauften wir uns zur Belohnung noch ein leckeres Eis.

Zum Mittag ging es heute wieder zu Fery. Er servierte uns Schweinekotelett nach Metzger Art, mit eingelegten Gurken, Speck und Schinken. Dazu gab es Kartoffeln und Reis. Wie gewohnt war das Essen wieder sehr lecker und reichhaltig. Nach einem Hubertus ging es aber wieder und wir konnten zurück zum Haus gehen, wo wir uns ein wenig hinlegten.

Nach dem Mittagsschläfchen ging es wieder zu Miklß³s. Leider waren seine Vorräte an Muscat Ottonell erschöpft, sodass wir auf einen Cabernet-S Kß©kfrankos umsteigen mussten. Dieser halbsüsse Rotwein hat eine leichte Säure und ist im Abgang leicht karamellartig/malzig. Mit einem Wort: lecker. Auch hier ist der Preis, wie beim Weiߟwein, sehr human. Ein 2 Liter Fässchen kostet lediglich 1000 Forint, was ca. 4 Euro entspricht.

Zum Abendessen gingen wir natürlich auch wieder zu Fery. Da er gestern keine Zeit zum Einkaufen hatte, konnte er uns leider nichts mehr zum Essen anbieten. So bestellten wir bei ihm nur unsere Getränke. Das Essen bestellten wir nebenan bei seinem Sohn im Fehß©r Lß³. Natürlich mussten wir dazu nicht extra den Platz wechseln, denn das Essen wurde bei Fery serviert. Da auch das Fehß©r Lß³ durch den unerwarteten Andrang gestern komplett leergefuttert war, gab es "nur noch" Pizza. Wir bestellen zu zweit eine riesige Pizza mit Salami, Pilzen, Schinken und süߟen Peperoni. Allein wäre so eine Pizza kaum zu schaffen. Auch hier war der Preis mit ca. 4,50 Euro für die ganze Pizza sehr niedrig. Da auch diese Pizza sehr sättigend war, orderten wir bei Fery noch eine Runde Hubertus und gingen nach dem Bezahlen gemütlich zum Haus zurück, wo auf uns noch der Rest vom Rotwein wartete.

Im Moment sitzen wir gemütlich direkt am WLAN-Hotspot am Strand bei lauschigen 26 °C, absoluter Windstille und einem klaren Himmel. Die ganzen Wochenendtouristen aus Budapest und den anderen gröߟeren Städten Ungarns sind wieder weg und die Ruhe hier ist einfach himmlisch. Ein paar Tage haben wir ja zum Glück noch.
10. Tag

Heute ging es nach dem Frühstück wieder einmal zum Hafen. Kaum dort angekommen, mussten wir uns unterstellen, da ein kurzer, aber heftiger Regenschauer niederging. Einige Minuten später konnten wir dann weitergehen und am Hafen ein wenig bummeln. Andernorts ist es verboten, Enten zu füttern, hier ist es sogar erwünscht. Direkt am Hafen fanden wir einen Automaten, an dem man für 100 Forint eine Handvoll Entenfutter kaufen konnte. Nach einigen Fotos gingen wir dann weiter, da wir noch einen Winzer im Ort besuchen wollten. Miklß³s hat ja keinen Muscat Ottonell mehr. Doch leider fanden wir beim anderen Winzer keine Klingel und ein ziemlich groߟer Hund, der schlechte Laune hatte, bewachte das Haus. So gingen wir unverrichteter Dinge weiter und marschierten zunächst zum CBA im Ort. Dort kauften wir uns wieder einmal ein wenig ungarische Salami und ein paar Getränke. Anschlieߟend schlenderten wir noch über den Markt, wo wir allerdings heute nichts kauften. Eigentlich wollten wir noch ein paar Tomaten und ein paar Bergpfirsiche haben, aber das Angebot war heute eher dürftig.

Zum Mittag ging es, wie gewohnt, zu Fery, der uns Kesselgulasch servierte. Natürlich war das Essen wieder ausgezeichnet und wir marschierten anschlieߟend zum Haus zurück. Wir wollten eigentlich noch Eis essen, aber die Konditorei hat leider kein Eis mehr im Angebot. Es ist ja auch keine Saison mehr und man trifft auf fast keine Touristen mehr. Aus diesem Grund hatte heute auch das Fehß©r Lß³ geschlossen.

Nach der Mittagsruhe ging es kurz zu Miklß³s, um noch Wein zu kaufen, den mit mit nach Deutschland nehmen wollen. Auch die Vorräte an Rotwein sind bei ihm schon stark zurückgegangen.

Da wir ja nicht ausschlieߟlich zur Erholung hier sind, sondern auch auf der Jagd nach Saatgut und Rezepten nach Ungarn gefahren sind, haben wir am Nachmittag unser bisher gesammeltes Saatgut überprüft. Bislang haben wir Samen von ungarischen Tomaten unbekannter Sorte, einer leicht scharfen Tomatenpaprikasorte, gelben und weiߟen Pfirsichen, Wein der Sorte Muscat, Samenkapseln einer Blasenesche und von verschiedenen Hibiskussorten gesammelt. Ein paar andere Sorten stehen noch auf unserer Liste und wir werden versuchen, sie bis Freitag zu sammeln. Am Samstag geht es ja früh gegen 5:00 Uhr wieder Richtung Heimat.

Auch zum Abendessen gingen wir wieder zu Fery, der uns eine ungarische Nudelsuppe empfahl. Auch wenn ich zunächst skeptisch war, ob das ausreichen würde, hat es sich gelohnt. Die Suppe war sehr lecker, mit Pilzen, Wurzelpetersilie und Möhren und natürlich auch wieder sehr lecker. Für morgen Mittag hat Fery uns Hirschgulasch aus dem Kessel versprochen. Darauf freuen wir uns jetzt schon.

Auch wenn am Himmel viele Wolken hängen, ist es immer noch sehr warm. Wir sitzen gerade wieder am WLAN-Hotspot und ich schreibe diesen Post, während die Zikaden uns fast gegen den Kopf fliegen. Ich hoffe allerdings, dass nachher bald die Straߟenbeleuchtung eingeschaltet wird, denn es ist fast ganz dunkel und hier stehen doch recht viele Bäume, gegen die man auf dem Rückweg zum Haus rennen könnte. Wink
11. Tag

Nach dem Aufstehen haben wir heute beschlossen, ein wenig zu faulenzen. Die Ruhe hier lädt regelrecht dazu ein. Da wir in der letzten Nacht noch ein wenig auf dem lokalen Testserver ein paar Widgets programmiert und ein paar CSS-Anpassungen vorgenommen hatten, tat die Entspannung richtig gut.

Der Wind, der in der Nacht recht stark wehte, hatte sich am Morgen gelegt und uns begrüߟte ein freundlicher blauer Himmel. Nach dem Frühstück gingen wir kurz zum CBA, wo wir ein paar Päckchen Tarhonya (Eiergraupen) kauften. Diese leckere Beilage ist in Deutschland recht schwierig zu bekommen und wir wollen unbedingt Fery´s leckere "Eiergraupen nach Hirtenart" zuhause nachmachen. Vom CBA ging es dann zum Markt, wo leider wieder der Händler mit den Bergpfirsichen fehlte. Da wir aber unbedingt noch einige Kerne davon mitnehmen wollen, legen wir unsere Hoffnung auf den groߟen Wochenmarkt in Fonyod, wo wir morgen hinfahren wollen. So kauften wir auf dem Markt heute nur ein Probierpaket mit sechs verschiedenen Sorten Honig und gingen anschlieߟend zurück zum Haus.

Da wir heute recht spät aufgestanden waren, dauerte es nicht mehr lange, bis wir zu Fery marschieren konnten. Wie versprochen gab es heute Hirschgulasch, das Fery uns direkt aus dem Kessel servierte. Dazu gab es selbstgemachte Spätzle und wieder seinen tollen Gurkensalat mit Sauerrahm. Das Rezept für diesen Salat haben wir ihm natürlich längst abgeluchst. Wink Rundum zufrieden und pappsatt gingen wir dann zurück zum Ferienhaus und hielten ein wenig Mittagsruhe.

Nach dem Kaffee entspannten wir uns ein wenig auf der Terrasse mit einem Gläschen von Miklß³s´ leckerem Rotwein. Dabei genossen wir die Ruhe und die warme Spätsommersonne. Zum Abendessen ging es dann wieder zu Fery, wo wir noch einmal seine leckere Nudelsuppe aߟen. Dabei unterhielten wir uns natürlich wieder ein wenig mit ihm und bekamen noch den ein oder anderen Tipp zu seinen Rezepten.

Für morgen ist zunächst einmal der Besuch auf dem groߟen Wochenmarkt in Fonyod geplant. Dort wollen wir unter anderem Wurst und Räucherfleisch für zuhause kaufen und wollen auch mal schauen, was es in diesem Jahr an Zubehör zum Grillen und für den Gulaschkessel gibt. Bisher sind wir dort ja jedes Mal fündig geworden. Danach wollen wir gleich noch die Autos volltanken, damit sie für die Rückreise am Samstag bereit sind. Zum Mittag hat Fery uns eine Brassoi Platte versprochen. Das ist geschnetzeltes Schweinefleisch mit viel Knoblauch und verschiedenen Sorten Paprika, Speck und Kartoffeln. Lassen wir uns mal überraschen.
12. Tag - Fonyod

Für den Vormittag hatten wir uns vorgenommen, ein wenig auf dem Markt in Fonyod zu stöbern. Dort findet Mittwochs und Samstag ein groߟer Wochenmarkt statt, den man keinesfalls verpassen sollte, wenn man schonmal hier ist. Gleich nach dem Frühstück ging es dann los. Fonyod liegt nur etwa 9 km von Balatonboglß¡r entfernt und so waren wir innerhalb weniger Minuten vor Ort.

Auf dem zweigeteilten Markt gingen wir zunächst auf den Nonfood-Teil. Dort gibt es neben jeder Menge Klamotten auch viele nützliche Küchenhelfer mit dem Hauptaugenmerk auf Kessel und Co. Natürlich konnten wir dort nicht vorbei gehen, ohne etwas zu kaufen. Ein groߟes Set an hölzernen Servierbrettern hatte es uns angetan und nach kurzer Verhandlung über den Preis gehörte es uns. Nachdem wir den Rundgang auf diesem Teil des Marktes beendet hatten, gingen wir zum Teil mit den Lebensmitteln. Die Farbenpracht und die Gerüche sind hier einfach überwältigend. Wohin man auch blickte, es lachten einen frische Gemüse, Honig, Pflanzen und natürlich an jeder Ecke Paprika in allen Variationen an. An einem Stand entdeckten wir sogar Habaneropflanzen, die voller Früchte hingen. Beim Preis mussten wir mehrmals hinschauen, um ihn zu glauben. Ganze 500 Forint sollte eine Pflanze mit über 30 reifen und vielen weiteren unreifen Früchten kosten. Das entspricht bei dem aktuellen Wechselkurs von 1:270 gerade einmal 1,85 Euro.

Fleisch und Wurstwaren gibt es unter freiem Himmel nicht. Dafür gibt es dort eine Markthalle mit zahlreichen Ständen, wo man hauptsächlich geräucherte Spezialitäten kaufen kann. Natürlich haben wir ordentlich zugeschlagen und verschiedene Würste und ein groߟes Stück Speck mitgenommen. Auch Brot gab es auf dem Markt zu kaufen. Dieses wurde, ebenso wie die Gerichte an einem Imbiss frisch vor Ort im Holzbackofen gebacken. Frischer und leckerer geht´s nicht.

Auf dem Rückweg zum Ferienhaus haben wir gleich noch die Autos vollgetankt. Die Spritpreise sind noch bezahlbar. Pro Liter 100 Oktan Sprit haben wir umgerechnet 1,51 Euro bezahlt. Erstaunlicherweise ist hier Diesel teurer, als Benzin und etwa gleich teuer mit dem 100 Oktan Super Plus.

Nachdem wir am Ferienhaus angekommen waren, gingen wir noch kurz ins Ortszentrum, um noch ein wenig Geld zu tauschen. Dummerweise kamen wir auch an einem kleinen Haushaltswaren- und Souvenirladen vorbei, wo wir ein kleines Glasfässchen und eine kleine Bocksbeutelflasche kauften. Für jeweils knapp 3 Euro kann man aber auch nichts falsch machen.

Zum Mittag ging es wieder zu Fery, der uns wie versprochen Brassoi Platte servierte. Mit der Menge Knoblauch hätten wir vermutlich ein ganzes Rudel Vampire erledigen können, aber das war es wert. Es war richtig lecker und sättigend. Anschlieߟend ging es zurück zum Haus, wo wir uns den Nachmittag über entspannten.

Am Abend marschierten wir noch schnell zu Fery auf ein Bier und eine Gulaschsuppe. Jetzt sitze ich hier unter wolkenlosem Himmel bei 24 °C und Windstille und schreibe diese Zeilen. Die anderen sind im Haus und ruhen sich noch ein wenig aus. Die Ruhe hier ist einfach himmlisch. Bis auf die Grillen und einen plätschernden Brunnen, der aber in 10 Minuten auch abgeschaltet wird, hört man fast nichts.
13. Tag

Sollte die Zahl 13 irgendwie Pech bringen? Anscheinend ja. Als wir heute früh aufstanden wurden wir nicht von der Sonne geweckt, sondern uns begrüߟte ein grauer Himmel und ein kühler Wind. In der Nacht hatte es auch geregnet, sodass drauߟen noch alles nass war.

Nach dem Frühstück ging es erst einmal wieder ins Ortszentrum. Wir wollten noch ein wenig bummeln und auch gleich auf dem Markt ein wenig ungarischen Knoblauch für zu hause mitnehmen. Die Knollen sind hier deutlich gröߟer und haben ein kräftigeres Aroma. Auf dem Markt entdeckten wir dann auch einen Stand, der uns seltsam bekannt vor kam. Es war der Chiliverkäufer, den wir in Fonyod getroffen hatten. Auch heute hatte er wieder einige Habaneropflanzen dabei, sowie einige Ristas u.a. mit Bishops Crown.

Mittags ging es natürlich wieder zu Fery. Er hatte uns, wie gewünscht, heute noch einmal sein Paprikahuhn gemacht. Dazu gab es einen leckeren Salat mit viel Paprika und Zwiebeln. Zur Verdauung musste heute einfach ein Gläschen von Fery´s Spezialpalinka sein. Das Zeug ist immer noch so lecker, wie vor 3 Jahren und zieht einem glatt die Schuhe aus.

Den Nachmittag verbrachten wir dann mit im als am Haus und ruhten uns ein wenig aus. Die Ruhe lässt sich aber für mich selbst hervorragend nutzen. Endlich kann ich, ganz ohne störende Unterbrechungen, wieder ein wenig auf dem lokalen Testserver herum experimentieren. Dabei kamen unter anderem auch einige Widgets für die Homepage heraus, die fest im Theme verankert wurden.

Da Fery leider heute nur bis 17:30 Uhr geöffnet hatte, da er zu einer Veranstaltung muss, aߟen wir im Ferienhaus. Zum Glück ist Fery morgen wieder da und wir können unseren letzten Tag mit einem leckeren Essen bei ihm genieߟen. Was es zum Mittag gibt, wollte er nicht verraten. Er meinte nur, es wäre seine Spezialität. Lassen wir uns überraschen. Bisher war alles, was Fery uns vorgesetzt hat, sehr lecker.
Seiten: 1 2