Kugelgrill - die perfekte Glut
#1
Hi Leute,

habe vor Kurzem das erste Mal einen Kugelgrill benutzt - mit mäߟigem Ergebnis.

Ich denke mein Problem liegt in der Vorbereitung der Kohle und in der Benutzung der Belüftung auf der Unterseite.

Wie geht ihr vor?

Groߟe Kohlestücke auf dem unteren Rost (dem über den Belüftungslöchern) verteilen und dann ein kunstvoll präpariertes Häufchen mit kleineren Stücken obendrauf oder einfach rein damit, egal ob die kleinen Kohlestückchen durch den unteren Rost hindurchfallen?

Sollte ich lieber Grillbriketts verwenden?

Belüftung die gesamte Zeit offen?
Am Anfang Belüftung offen und schliessen sobald die Kohle glüht?

Und Auߟerdem: Was mache ich mit dem Deckel?

Danke für Eure Meinungen und Tipps.
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#2
Ob du Kohle oder Briketts verwendest, hängt davon ab, was du grillen willst. Wenn du kurze, hohe Hitze brauchst, ist Kohle besser. Das trifft z.B. auf Steaks zu. Für länger dauernde Sachen beim indirekten Grillen sind hochwertige (!) Brekkies besser geeignet. Briketts brennen etwas weniger heiߟ als Kohle, dafür aber wesentlich länger.

Zum Anzünden hat sich ein Anzündkamin bewährt. Oben die benötigte Menge Kohlen rein, ein paar Anzünder oder etwas Papier drunter und anzünden. Innerhalb von 20 Minuten hast du grillbereite Kohlen.

[Bild: kohletest0612_03.jpg]

Wenn du Kohle verwendest, solltest du höhere Qualität kaufen. Restaurantkohle hat z.B. hauptsächlich groߟe Stücke. Bei billiger Kohle ist die Gröߟe stark schwankend, was zu miesen Ergebnissen führt. Weder bei Kohle, noch bei Briketts sollte man sparen.

Wie du dann die glühenden Kohlen im Grill platzierst, hängt davon ab, was du machen willst. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie z.B. die Zweizonenglut, mit der du sowohl direkt als auch indirekt grillen kannst. Wie hoch du die Kohle dabei schichtest, bestimmt auch die Temperatur über der Glut. Mit der Zeit lernst du, wie viele Kohlen du in deinem Grill für eine bestimmte Temperatur benötigst.

[Bild: kohletest0612_04.jpg]

Eine andere Methode für längere Vergrillungen ist der Minion-Ring. Dabei werden kalte Briketts kreisförmig im Grill platziert und einige glühende Briketts kommen ans Ende des Rings. So erreicht man eine langanhaltende Glut, die optimal für´s Smoken und indirekte Grillen ist.

[Bild: kohletest0612_06.jpg]

Der obere Luftschieber sollte immer offen bleiben, es sei denn, du willst die Glut ersticken. Mit den unteren Schiebern regulierst du, in gewissem Rahmen, die Temperatur: mehr Luft = mehr Hitze.

Generell gilt: beim indirekten Grillen und Smoken kommt der Deckel drauf. Der Deckel dient nicht als Regen- oder Staubschutz, sondern führt zu einem Umlufteffekt, durch den das Grillgut gleichmäߟig gart.
Ve|ga|ner: indianisch für "Zu dumm zum Jagen."

[Bild: Signatur.png]

Im Namen des Smokers, der Kugel und des heiligen Habanero
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#3
Herzlichen Dank für die ausführliche und informative Antwort. :thx:

Ich werde einen Anzündkamin besorgen, mich an den Deckel heranwagen und von meinen Erfahrungen berichten.

Diese Woche ist es wieder soweit... :grilli:
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