Kimchi – ein koreanisches Nationalgericht

Kimchi ist ein koreanisches Nationalgericht, das ähnlich wie Sauerkraut bei uns für den Winter als Vitamin C Speicher eingemacht wird. In Korea gehört Kimchi zu fast jeder Mahlzeit, wie auch Reis oder eine Suppe. Da wir gern ein wenig experimentieren, haben wir beschlossen, uns selbst einmal an der Herstellung von Kimchi zu versuchen und das Ergebnis hat uns richtig begeistert. Ob als Rohkost, Beilage oder auch als Zutat für viele verschiedene Gerichte kann Kimchi punkten. Durch eine ordentliche Dosis Chili wird das Ganze auch schön scharf und als Vitaminbombe ist Kimchi auch sehr gesund. Da man prinzipiell fast jede Gemüsesorte zu Kimchi fermentieren kann, haben wir neben Chinakohl auch einige andere Gemüse mit ins Glas gegeben. Auch in Korea gibt es viele verschiedene Varianten von Kimchi, es gibt also kein Richtig oder Falsch. Rein kommt, was man selber mag.

Kimchi ist fertig!

Nach 3 Wochen Wartezeit ist es endlich so weit: das Kimchi ist fertig!

In Korea wird traditionell “Gochugaru” als Chili verwendet. Das ist eine dunkelrote Paste aus Chilipulver, Klebreismehl und Gerstenmalz. Da wir aber selbst sehr scharfes Chilipulver herstellen, haben wir natürlich dieses auch verwendet (in unserem Fall Bhut Jolokia). Das färbt zwar nicht so schön rot, ist aber noch wesentlich schärfer als Gochugaru. Natürlich wollen wir euch an dieser Stelle auch einmal unsere Variante von Kimchi vorstellen. Ihr könnt das folgende Rezept aber ganz nach eurem Geschmack abwandeln.

Kimchi_Rezeptfoto
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5 von 1 Bewertung

Rezept “Kimchi”

Gang Basics, Grundrezept
Zubereitungsart Fermentieren, Konservieren
Zubereitung 2 Stunden
Portionen 3 Liter

Zutaten

  • 2 Köpfe Chinakohl
  • 1 großen weißen Rettich
  • 3 Karotten
  • 2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Knolle Knoblauch
  • 3 EL Ingwer frisch
  • 2 grüne Äpfel
  • 6 EL Meersalz
  • scharfes Chilipulver nach Geschmack
  • 6 EL Fischsauce

Zubereitung

  • Den Chinakohl halbieren, den Strunk herausschneiden und in große Stücke (ca. 5 x 5 cschneiden und in eine große Schüssel geben. Das Salz dazu geben und gut mit dem Kohl vermischen. Die Schüssel mit dem Kohl für 1½ bis 3 Stunden zur Seite stellen.
  • In der Zwischenzeit das restliche Gemüse putzen und klein schneiden. Den Rettich ordentlich waschen (nicht schälen), mit einem Hobel in dünne Scheiben schneiden und mit etwas Salz bestreuen. Die Karotten schälen, waschen und in Stifte schneiden. Den Knoblauch abziehen und in feine Würfel schneiden (nicht pressen). Den Ingwer schälen und ebenfalls in sehr feine Würfel schneiden (nicht reiben). Die Äpfel vierteln, entkernen, schälen und in feine Streifen schneiden. Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in ca. 5 cm lange Stücke schneiden. Danach je nach Stärke die Frühlingzwiebeln halbieren oder vierteln.
  • Den durchgezogenen Chinakohl in ein Sieb geben, mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen. Der Kohl sollte sich jetzt ohne zu brechen verbiegen lassen. Das klein geschnittene Gemüse, außer dem Lauch zum Chinakohl geben. Das Chilipulver dazugeben und alles gut miteinander vermischen. Am besten geht das mit den Händen (Handschuhe nicht vergessen!). Fischsauce und Frühlingszwiebeln dazu geben und noch einmal alles gut miteinander vermischen.
  • Das Kimchi in ein großes Glas mit dicht schließendem Deckel geben. Das Glas nicht zu voll füllen, da sich der Inhalt während der Fermentierung ausdehnt. Mit einem sauberen Holzquirl das Gemüse vorsichtig einstampfen, damit die Luft aus dem Gemüse heraus kommt. Über dem Gemüse sollte nun etwas Flüssigkeit stehen. Es darf kein Gemüse aus der Flüssigkeit herausschauen. Einen mit Salzwasser gefüllten Gefrierbeutel als Gewicht auf das Kimchi geben und das Glas verschließen. Das Glas drei Tage bei Raumtemperatur stehen lassen, damit die Fermentierung einsetzen kann. Den Deckel ab und an öffnen, damit der entstandene Druck entweichen kann, dabei evtl. überschüssige Flüssigkeit abnehmen. Danach für ca. 3 Wochen im Kühlschrank aufbewahren.
  • Das fertige Kimchi zur Haltbarmachung in vorbereitete Gläser füllen und für 20 Minuten einkochen.
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Bilderstrecke

Einige Bilder der Zubereitung haben wir für euch in einer kleinen Bilderstrecke zusammengefasst.

Hinweise

  • Die Gläser und Deckel zum Fermentieren und zum Konservieren sollten vor der Verwendung unbedingt ausgekocht werden.
  • Man kann Kimchi auch ohne Einkochen mehrere Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Dabei muss das Gemüse immer mit Flüssigkeit bedeckt sein.
Habt ihr auch schon einmal Kimchi zubereitet oder wollt es selbst einmal versuchen? Schreibt uns doch einmal, welche Gemüsesorten ihr dafür verwendet und wie euch Kimchi schmeckt! Wir freuen uns auf eure Fragen, Anregungen und Kommentare!
Gut Glut!
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Letzte Aktualisierung am 25.04.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API



Kommentare

  • René 31 / 10 / 2014 Antworten

    Auch wenn ich glaube, dass “Kimchi” und ich nicht die besten Freunde werden…
    Wird auf jeden Fall ausprobiert. Mal sehen was aus uns werden kann 🙂

    Danke für das Rezept!

    • Oliver 31 / 10 / 2014 Antworten

      Ich war am Anfang auch recht skeptisch. Aber das Ergebnis war dann doch sehr lecker und vor allem chöööön chaaaaaarf! 😉

  • Christian 02 / 01 / 2015 Antworten

    Hallo

    eine absolut klasse Idee. Wir haben es heute ausprobiert und waren absolut begeistert. Vorallem war es wirklich schön scharf und schmeckte gut nach Chili 🙂 Wir werden es garantiert wieder machen 🙂

    Gruß

  • claudia 30 / 07 / 2017 Antworten

    Klasse Artikel auch der Tipp mit dem Gefrierbeutel als Gewicht ist gut. Aber was ist mit Weichmachern und dem Fermentationsprozess? da soll man ja eigentlich kein Plastik nehmen

    • Oliver 31 / 07 / 2017 Antworten

      Das Innere der Beutel ist lebensmitteltechnisch absolut unbedenklich. Darum drehen wir die Beutel auch um, sodass nur diese Seite mit dem Kimchi in Kontakt kommt. Die Milchsäuregärung ist nicht stark genug, um irgendetwas aus den Beuteln zu lösen.

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