Chilizucht 2012 – Das Pikieren der Pflanzen

Gestern ging es endlich weiter mit unserer Chilizucht 2012. Wir konnten zahlreiche Pflanzen bereits pikieren und unter die Leuchtstoffröhren umsiedeln. Einige Sorten müssen wir nachsäen, da die Keimquote bei diesen Sorten leider bei 0 lag. Dies gilt für die Sorten Ancho Poblano, Fatalii, Habanero Golden, Habanero Hot Lemon und Trinidad Perfume. Alle anderen Sorten haben fast durchweg eine Keimquote von 100% erzielt. Selbst bekannte Schwerkeimer, wie Bhut Jolokia und 7pot sind sehr gut aufgelaufen. Woran es bei den nicht gekeimten Sorten lag, wissen wir nicht. Zum Glück ist noch ein wenig Zeit, sodass wir noch einmal aussäen können.

Einige Chilikeimlinge in Perlite kurz vor dem Pikieren

Keimlinge in Perlite

Das Pikieren bei der Verwendung von Perlite als Anzuchtsubstrat

Anders, als in Anzuchterde wird bei Perlite bereits pikiert, wenn die Keimlinge groß genug sind und ihre Keimblätter entfaltet sind. Man wartet nicht auf richtige Laubblätter, da sich diese in Perlite nicht bilden können und man durch das frühe Pikieren eine Reihe von Vorteilen hat:

  • Beim frühen Pikieren haben die Pflanzen weniger Saugwurzeln, die verletzt werden könnten und sich kleinen Verletzungen der Wurzeln gegenüber toleranter.
  • Durch das frühzeitige Pikieren können sich die Pflanzen in der Pflanzerde kräftiger und schneller entwickeln. Unsere verwendete Pflanzerde enthält dazu einen sogenannten Wurzelaktivator, der das Wurzelwachstum fördert.
  • Man hat einen kleinen zeitlichen Vorteil. Durch das frühe Pikieren können die Pflanzen früher unter das Kunstlicht gestellt werden, wodurch sie gedrungener wachsen. Die Gefahr des Spargelns wird so verringert.

Bereits seit einigen Jahren verwenden wir als Substrat nach dem Pikieren Compo Sana Pflanzerde. Diese Erde hat sich als optimal für unsere Pflanzen erwiesen. Sie ist zwar teurer, als billige Blumenerde vom Discounter, aber wesentlich hochwertiger. Nicht nur, dass in dieser Erde der Wurzelaktivator vorhanden ist, sie ist auch sauberer. Aus billiger Erde haben wir in früheren Jahren sogar schon Pilze spriessen sehen!

Chilipflanzen kurz nach dem Pikieren

Einige Keimlinge unter der Lichtanlage

Wir pikieren unsere Pflanzen grundsätzlich in eckige 9 cm Töpfe, da diese sich unter der Kunstlichtanlage optimal anordnen lassen und den Pflanzen genug Platz bieten, bis sie Ende März in die Gewächshäuser gepflanzt werden.

Die Paprika sind auch pikiert

Heute haben wir uns daran gemacht, auch unsere Paprika zu pikieren. Hier erreichten wir bei allen Sorten, bis auf 2 Ausnahmen, eine 100% Keimquote. Die beiden Ausnahmen, Edes Füszer und Alma Paprika, waren uns aber schon im Vorraus relativ klar. Beide Sorten stammen direkt aus Ungarn. Dort werden die Beeren leider meist unreif geerntet, was die Keimquote natürlich drastisch reduziert. Auch hier werden wir nachsäen, genug Saatgut ist ja vorhanden.

Alle anderen Paprikasorten konnten wir heute pikieren, sodass es unter unserer Lichtanlage langsam eng wird. Die noch fehlenden Pflanzen werden gerade so noch Platz finden. Daher werden wir für die Saison 2013 wohl definitiv die Lichtanlage vergrößern müssen.

Zahlreiche Pflanzen unter Kunstlicht

Es wird voll unter den LSRs

Ein kleines Samenpaket kam auch noch

Unsere Gemüsesamen für dieses Jahr sind nun auch endlich vollständig. Die Firma N.L. Chrestensen aus Erfurt hat heute unsere bestellten Samen, Steckzwiebeln, Knoblauch und einen sogenannten Sauzahn geliefert.

Eine Saatgutlieferung für den Gemüsegarten

Die Lieferung von N.L. Chrestensen

Da kann das Säen bald weitergehen und mit dem Sauzahn können wir den Boden in den Gewächshäusern gut auflockern. Natürlich berichten wir auch weiter über unsere Chili- und Paprikazucht.

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Kommentare

  • sweetchili 24 / 01 / 2012 Antworten

    Na ihr macht mir ja, bevor ich überhaupt angefangen habe, riesengroße “Hoffnung”.
    Wenn ich lese das eure Habanero Hot Lemon eine Keimrate von 0 hatte dreht sich mir alles um. Grade auf diese neue Sorte hatte ich mich sehr gefreut.
    Aber vielleicht habe ich ja mehr Erfolg, die Hoffnung stirbt jedenfalls zuletzt.

    Aber ansonsten scheint das ja ganz gut Anzufangen bei euch.

  • Oliver 24 / 01 / 2012 Antworten

    Zum Glück haben wir noch ausreichend Samen für den zweiten Versuch. Mal schauen, was dabei raus kommt. Klappt das wieder nicht, kommt Plan C: Saatgut vom Vorjahr. Wozu haben wir sonst unsere eiserne Reserve? Da fällt mir ein: die C. lanceolatum brauchen wirklich verdammt lange. Die würde ich an deiner Stelle so langsam aussäen. Bei uns sieht man von denen jetzt den ersten kleinen grünen Schimmer. Aber noch weit vom vollständigen Keimling entfernt…

  • sweetchili 24 / 01 / 2012 Antworten

    Gut zu wissen mit der C. lanceolatum. Wollte sowieso innerhalb der nächsten 2 Wochen Anfangen, denke das sollte dann noch reichen, zumal die eh nur schön aussehen soll.

  • Pepper Kai 25 / 01 / 2012 Antworten

    Flott, Flott seit ihr mal wieder. Wegen dem Knoblauch, setzt man den nicht im Herbst in die Freiland Erde. Mein Großvater hatte das mal gemacht und hat wunderbar geklappt….

  • Oliver 25 / 01 / 2012 Antworten

    Knoblauch kann man sowohl im Herbst stecken, als auch im Frühjahr. Klappt beides sehr gut. Die Herbstpflanzung hat nur den Vorteil, dass man ca. 4 Wochen früher ernten kann. Dafür ist Knoblauch aus Frühjahrspflanzung ein wenig milder. Wir bauen ja schon seit Jahren Knoblauch an und uns gefällt der milde Knofi doch etwas besser.

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