Unsere Chilis 2012 – das Wachsen geht weiter

Auch wenn draußen das Wetter immernoch sehr winterlich ist, wachsen unsere Chilis unter den Leuchtstoffröhren kräftig weiter. Auch die zweite Aussaat wurde inzwischen pikiert und zeigt bereits erste Laubblätter. Insgesamt sind wir mit der diesjährigen Keimquote sehr zufrieden. Bis auf 2 Sorten, die nicht von der Firma Semillas stammten, erreichten wir bei allen anderen Sorten eine Keimquote von über 90%. Leider gibt es durch schlechtes Saatgut in diesem Jahr bei uns keine Edes Füszerpaprika, aber wir haben dafür einen hochwertigen Ersatz gefunden.

Chilis, wohin man sieht

Unter unserer Lichtanlage ist es nun so voll geworden, dass nicht einmal alle Pflanzen Platz gefunden haben. Neun Paprikapflanzen mussten wohl oder übel oben auf die Anlage gestellt werden. Dort bekommen sie zwar Licht vom Südfenster, aber man erkennt bereits deutlich einen Unterschied zu den Pflanzen unter dem Licht.

Chili- und Paprikapflanzen unter Kunstlicht

Die Chilis unter der Lichtanlage

Kräftige Chilis dank Licht und Algoflash

Unsere Chilis haben in der vorigen Woche bereits ihre erste Düngergabe bekommen. Wir verwenden dabei Algoflash Universal, womit wir in den vergangenen Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht haben.

Chilipflanzen nach ca. 6 Wochen unter Kunstlicht, gedüngt mit Algoflash

Kräftige Pflanzen dank Algoflash

Wichtig ist dabei, dass am Anfang sehr vorsichtig gedüngt wird. Die Pflanzen sind noch sehr empfindlich und sollen auch nicht in die Höhe schießen. Es hat sich bei uns bewährt, mit ca. der Hälfte der empfohlenen Dosierung zu beginnen und nicht öfter, als einmal pro Woche den Dünger zum Gießwasser zu geben. Übertreibt man mit den Düngergaben sind mastige Pflanzen die Folge, die zwar schön grün aussehen, aber leider vollkommen kraftlos sind.

Die zweite Aussaat ist pikiert

Nachdem endlich auch die zweite Aussaat pikiert ist, bilden sich an den kleinen Pflänzchen nun langsam die ersten Laubblätter. Dank der zweiten Aussaat haben wir mehr als genug Pflanzen, um unseren Bedarf zu decken. Da wir nach dem Pikieren erneut keine Ausfälle zu verzeichnen hatten, haben wir inzwischen auch die überzähligen Pflänzchen schweren Herzens auf dem Kompost entsorgt.

Die ersten Laubblätter an einer Alma Paprika

Die ersten Laubblätter an einer Alma Paprika

Auch unsere Sorgenkinder, die Alma Paprika aus Ungarn, sind gekeimt und beginnen mit der Entwicklung der ersten Laubblätter. So fehlt uns neben der Edes Füszer nur eine Sorte, die wir eingeplant hatten: die Capsicum lanceolatum, eine Wildchili. Diese Sorte ist zwar gekeimt, hat sich dann aber nicht weiterentwickelt. Alle Keimlinge waren sehr dünn und allesamt Hutträger, sie sind also ihre Samenhüllen nicht losgeworden. Aktuell hat Christian von Sweetchilisbalkon noch einige C. lanceolatum, die sich aber leider ähnlich zu entwickeln scheinen. Wir drücken ihm natürlich die Daumen, dass er mehr Glück hat und einige dieser wirklich schön blühenden Chilis großziehen kann.

Physalis unter Licht

Auch Physalis brauchen, ähnlich wie Chilis, viel Licht beim Wachstum. Daher haben wir unsere Physalispflänzchen nach dem Pikieren ebenfalls unter die Lichtanlage verfrachtet. Inzwischen bilden auch diese Pflänzchen die ersten Laubblätter, sodass wir in diesem Jahr wohl wieder eine leckere Chili-Physalis-Marmelade kochen können, sofern das Wetter einigermaßen mitspielt.

Physaliskeimlinge mit ersten Laubblättern

Erste Laubblätter bei den Physalis

Wie geht es weiter?

Eigentlich wollten wir in dieser Woche beginnen, die Gewächshäuser für unsere Chilis und Paprika vorzubereiten. Allerdings will das Wetter noch nicht so ganz mitspielen. Als wir heute in den Garten fuhren, um nach dem Räucherofen zu sehen, gerieten wir mitten in einen Schneesturm.

Der Garten im Schneesturm - noch kann man nichts tun

Schneesturm im Garten

Zum Glück ist das weiße Zeug nicht liegengeblieben. Wir haben also die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir demnächst mit einigen kleineren Umbauten und Reparaturen beginnen und auch den Boden für die Chilis vorbereiten können. In der Zwischenzeit beschäftigen wir uns weiter mit dem Räuchern und ziehen weitere Pflanzen vor. In den nächsten Tagen wollen wir die Tamarillos aussäen und ein Versuch, Zitronengras zu vermehren, sieht auch recht erfolgversprechend aus. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden.

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Kommentare

  • sweetchili 21 / 02 / 2012 Antworten

    Mensch das sind ja Fortschritte bei euch, das sieht ja richtig klasse aus! Da wird man direkt neidisch.
    Es ist nur immer wieder schade, wenn man frisch angezogene Pflanzen verliert bzw auf den Kompost geben muß. Aus genau diesem Grunde bin ich ja auch noch auf der Suche nach Abnehmern für meine Überschüssigen Chilis, damit ich nicht soviel entsorgen muß.
    Schade das eure C.Lanceolatum nichts geworden sind, meine habe ich jetzt auch aufgegeben, die beiden Keimlinge haben sich nicht einen Millimeter weiter bewegt, stattdessen ist noch ein dritter dazu gekommen, der auch Klein, zierlich und Hutträger ist.
    Schade drum aber nicht zu ändern

  • Oliver 21 / 02 / 2012 Antworten

    Hatte ich schon befürchtet, dass die C. lanceolatum bei dir auch nichts wird. 🙁 War ein Experiment und Experimente können auch mal scheitern. Bei uns sahen die Keimlinge ja ganz genauso aus. Nach dem Keimen ging es keinen Millimeter mehr weiter. Dabei hatten wir ihnen 4 Wochen Zeit gegeben.

    Frisch gezogene Pflanzen entsorgen zu müssen gehört leider dazu. Du kennst das ja: säst du nur soviel aus, wie du eigentlich bräuchtest, keimt nichts. Säst du aber mehr als genug aus, keimt alles. Dann lieber doch mehr aussäen und anschließend eine Triage, statt zu wenig Pflanzen zu haben.

  • sweetchili 21 / 02 / 2012 Antworten

    Naja nächstes Jahr werde wieder bei Semillas bestellen und nur soviel aussäen wie ich brauche, wenn nicht halt nachsäen.
    Meine C. Lanceolatum kriegen noch genau bis zum pikieren Zeit, nicht mehr und nicht weniger. Um solch faulen Eier mit durch zuziehen fehlt mir nämlich der Platz.

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