Ein neuer Smoker muss vor dem ersten Gebrauch vorbehandelt werden, um ihn vor Rost und anderen schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen. Aus diesem Grund sollte er richtig eingebrannt werden, wobei man auch gleich ein wenig mehr über die Bedienung seiner neuen Hardware erfährt.

Die Vorbereitung

Zunächst muss der Smoker nach dem eventuell notwendigen Zusammenbau von sämtlichen Verpackungsresten befreit werden. Weiterhin muss jeglicher Schmutz, der sich bei der Herstellung und dem Transport auf und im Smoker abgesetzt hat, gründlich entfernt werden. Dazu verwendet man heißes Wasser und Spülmittel. Das Spülmittel muss anschließend noch mit klarem Wasser entfernt werden und der Smoker muss gut trocknen.
Jetzt ist es an der Zeit, den Smoker von außen und im Garraum gut einzufetten. Dazu verwendet man ein hitzbeständiges Öl oder Fett, wie z.B. Sonnenblumenöl oder Palmfett. Das Innere der Sidefirebox und die Feuerroste dürfen natürlich nicht gefettet werden.

Das Einbrennen

Um den Smoker nun einzubrennen, wird er auf 200 °C aufgeheizt. Dazu bitte nur trockenes Hartholz oder Holzkohle bzw. Holzkohlebriketts verwenden. Um bei der Verwendung von Holzkohle oder Briketts genug Rauch zu erzeugen müssen regelmäßig Hartholzscheite, sogenannte Woodchunks, oder Woodchips in die Glut gelegt werden. Der Smoker muss nun für 2 Stunden bei einer Temperatur von 200 °C gehalten werden. Die Sidefirebox sollte dabei nicht ganz geschlossen sein. Dafür wird einfach ein Hartholzstück zwischen Deckel und SFB gelegt. Durch den Rauch und das Fett bildet sich eine sogenannte Patina, die bei regelmäßigem Gebrauch immer dicker wird. Diese Patina schützt nicht nur den Smoker vor Umwelteinflüssen, sie sorgt auch neben dem Rauch für das unverwechselbare Aroma von Gerichten aus dem Smoker. Eine Liste brauchbarer Harthölzer findet ihr hier: Räuchermehle und -hölzer.

Die Nachbehandlung

Nachdem der Smoker eingebrannt ist, kann die Restwärme noch zum Grillen verwendet werden. Anschließend lässt man das Gerät abkühlen und entfernt überschüssiges Fett sowie natürlich sämtliche Asche. Der Smoker sollte von jetzt an nie wieder mit Reinigungsmitteln in Kontakt kommen, da diese die Patina zerstören würden. In diesem Fall muss der Smoker neu eingebrannt werden. Die Asche muss immer sofort nach Abkühlen entfernt werden, da Holzasche Wasser aus der Luft aufnimmt und dann stark korrosiv wirkt.

Kommentare

  • reinhard 04 / 07 / 2013 Antworten

    wird beim einbrennen nur über die feuerbox eingebrannt oder der ganze smoker befeuert.

    • Oliver 04 / 07 / 2013 Antworten

      Das kommt ein wenig auf die Größe des Smokers an, ob man über die SFB genug Hitze in den gesamten Smoker bekommt. In der Regel macht man daher auch im Garraum ein kleines Feuer, damit die SFB nicht verglüht, bevor der Rest überhaupt auf Temperatur ist. 😉

  • Hoffmann 11 / 04 / 2014 Antworten

    Hallo
    Beim smoken mit Briketts – müssen diese komplett durchgeglüht sein bevor das Fleisch ergänzt wird richtig ?
    Kann darauf dann einfach holz Gelegt werden ? Lg

    • Oliver 11 / 04 / 2014 Antworten

      Briketts sollten grundsätzlich immer gut durchgeglüht sein, da beim Anzünden zum Teil sehr übelriechende Dämpfe austreten können und die schmeckt man dann auch beim Fleisch.

      Auf die Glut kann man bedenkenlos gewässerte Hartholzstückchen legen, bei denen die Rinde entfernt wurde. Bitte kein Nadelholz verwenden! Rinde gibt zudem ein sehr bitteres Aroma. Das Wässern dient dazu, dass das Holz nur verschwelt und dabei Rauch abgibt. Trockenes Holz würde einfach verbrennen und dabei kaum rauchen.

  • andreas 09 / 06 / 2014 Antworten

    Wird das holz in wasser eingelegt vorher? Wenn ja wie lang ca…mfg

    • Oliver 09 / 06 / 2014 Antworten

      Bei der Verwendung von Holzkohle oder Briketts sollte das Holz ca. 30 – 60 Minuten vor der Verwendung gewässert werden. Anschließend gut abtropfen lassen und auf die Glut legen.

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